Das Wort „zupasskommen“

Geldscheine; Bild: Michael Schnell
Geldscheine; Bild: Michael Schnell

Bedeutung

  • etwas kommt jemandem gelegen

  • jemand kommt im richtigen Augenblick

  • etwas geschieht zu einem guten Zeitpunkt

Verwendung

  • Die Erbschaft kam ihm sehr zupass.

  • Die Polizisten fuhren vor und kamen ihr sehr zupass.

  • Sein Gesicht zeigte, dass ihm der Vorfall nicht zupasskam.

Herkunft

Digitales Wörterbuch der dt. Sprache: Spätmittelhochdeutsch (1250–1350): Abgemessener Teil oder der Abschnitt, entlehnt vom altfranzösischen “pas” – d. h. Schritt, angemessene Gangart, Durchgang (daher auch der Gebirgspass oder Passübergang, kurz Pass); frühneuhochdeutsch (ca. 14.–17. Jh.): “zu paß”, “zu passe”: in angemessenem Zustand, recht, gelegen; seit dem Neuhochdeutschen (ab 1650) gibt es die Redewendung “zupaß kommen” oder “zupasse kommen” für “sehr gelegen kommen”.

Kommentar

Also, ich muss zugeben: Das Wort „zupasskommen“ werde ich künftig kaum benutzen. Es klingt interessant, aber irgendwie schläfrig antiquiert, d. h. es darf in meinem Hinterkopf bleiben, aber mehr auch nicht – im Gegensatz zu einigen bisherigen älteren „Wörtern der Woche“ von mir, die ich gern öfter lesen würde und sicherlich auch mal nutzen werde.

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