Das Wort „dräuen“

Drohende Geste; Bild: Michael Schnell
Drohende Geste; Bild: Michael Schnell

Bedeutung

  • drohen
  • bedrohen
  • etwas Unangenehmes oder Boshaftes ankündigen

Verwendung

  • Als ich ihn sah, dräute mir Übles.
  • Er hielt den Zeigefinger dräuend in die Höhe.
  • Hinter den Bergen dräuen dunkle Wolken.
  • Der Hund blickte dräuend.

Herkunft

Bedeutungsunterschiede gab es kaum, hier und dort sicherlich ein paar Verschiebungen: Althochdeutsch (750 bis 1050 n. Chr.) gab es die Verben “throuwen” und “threwen” im Sinne von drohen, mittelhochdeutsch (ca. 11.–14. Jh.) “dröuwen” und “drōn”, neuhochdeutsch (ab 1650) “drohen”. (Nach: Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache und Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm.)

Kommentar

Das Wort klingt schön – und besitzt doch eine weniger schöne Bedeutung. Ein Grund mehr, „dräuen“ in die Kategorie „Wort der Woche“ aufzunehmen!

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