Die Bedeutung eines guten Lektorats

Buch von Kai Lehmann: Hexen vor Gericht. Bild: Michael Schnell

Bei meinem Interview mit dem Historiker und Museumsleiter Dr. Karl Lehmann zu seinem neuen, spannenden Buch über Hexen und Hexenverfolgungen habe ich ihn auch zur Bedeutung des Lektorats gefragt. Die Antwort:

“Ungemein wichtig und fast nicht in Worte zu fassen. Neben Orthographie und Grammatik – nichts ist störender bei der Lektüre als Rechtschreibefehler – ist es vor allem der Blick von außen. Dieser [Blick] lässt unnötige Längen erkennen. Er lässt mögliche Fragen von Leserinnen und Lesern – etwa wenn Sinn­zusammenhänge nicht eindeutig erkennbar oder wenn Sachverhalte nicht ausreichend erklärt worden sind – erst gar nicht aufkommen.

Auch Wiederholungen werden durch den Blick der Lektoren und Lektorinnen vermieden. Straffungen auf der einen, Ergänzungen auf der anderen Seite sind das „Salz in der Suppe“ der guten Lektorenarbeit. Kurzum: Ein Buch und ein Lektor / eine Lektorin gehören zusammen wie das Dach zum Haus.” 

Nach oben scrollen