
Bedeutung
- ein Vergnügen für die Augen
- Sachen oder Lebewesen, deren Anblick Freude, glückliches Staunen, ein Wohlgefühl auslöst
Verwendung
- Der Sonnenuntergang war eine Augenweide.
- Eine wahre Augenweide, wie sich unzählige Tierchen in der Blumenwiese tummelten!
Herkunft
Hier interessiert v. a. das Wort “Weide” und seine Zusammenfügung mit dem Sinnesorgan Auge: Bereits im Mittelhochdeutschen (ca. 11.–14. Jh.) gab es das Wort “ougenweide”, das eine ähnliche übertragene Bedeutung wie heute hatte. “Weide” meinte allerdings eher die Speise oder die Labsal (das Sich-Freuen über eine leckere Speise), also im weiteren Sinne dann auch die (schöne) grüne Wiese, über die sich die Tiere wegen des Futters freuen.
… und dann gibt es ja noch das Verb “weiden”, das allerdings auch eine negative Bedeutung haben kann: „Sich an etwas weiden“ bedeutet einerseits, sich an einem schönen Anblick zu ergötzen. Abwertend wird es auch genutzt, wenn jemand Schadenfreude an dem Leid anderer empfindet, sich an ihrem Unglück weidet. Auch „weiden“ leitet sich ursächlich vom Grasen der Tiere auf der Weide ab.
(Informationen aus: Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache, Stw. „Augenweide“ und „weiden“)
Kommentar
Ich muss zugeben, dass mir erst nach Bearbeitung des Begriffs „Augenweide“ einfiel: „Da gibt es doch noch das Verb ‚weiden‘ im Sinne von ’sich an etwas weiden‘.“ Daher habe ich noch einen kleinen Absatz zu diesem Wort ergänzt.
Insgesamt weidete ich mich alsbald genussvoll an dem Zusammenhang des Worts Augenweide und der Weide, auf der Kühe und Schafe genüsslich die Gräser fressen.
