
Bedeutung
meist negativ:
– eine Person, die (ständig) trödelt,
– ein Mensch, der immer zu spät kommt,
– ein Müßiggänger, eine Müßiggängerin
manchmal auch positiv:
– eine Person, die gemütlich und ohne Ziel durch die Innenstadt oder durch das Dorf “bummelt”.
Verwendung
“Bummelanten und Arbeitsunlustige” wurden im Nationalsozialismus menschenverachtend Deserteure, Kriegsdienstverweigerer, Juden, Zwangsarbeiter aus Osteuropa u. a. genannt.
Später findet sich der Begriff abwertend für Personen, die (angeblich) nicht arbeiten wollen, die nicht pünktlich zur Arbeit oder zu anderen (Pflicht-)Terminen kommen, teilweise auch für Jugendliche, die mit anderen “ziellos abhängen”.
Hin und wieder erscheint der Bummelant eher positiv konnotiert: als Flanierender, als jemand, der sich
die Zeit zum “Bummeln” nimmt, der sein
Leben genießt.
Herkunft
Das Verb “bummeln” stammt wohl von “baumeln” ab: dem Baumeln der Kirchenglocke.
Im 18. Jahrhundert findet es sich im Niederdeutschen für das “Nichtstun” oder das “Schlendern”.
Im 19. Jahrhundert wird es auch schon positiv erwähnt: Das Bummeln sei ein “erholsamer Spaziergang”, ein “Stadt-, Schaufensterbummel”.
(Informationen aus: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache)
Kommentar:
Mein Sohn recherchierte kürzlich, natürlich mit ChatGPT, die modernen Generationennamen: Dabei fand er, zugehörig zur Generation Alpha (Generation α), heraus, dass seine Eltern der Generation X (Gen X) angehören – und damit auch “Slackers” seien. Gemäß Wikipedia ist dieses Wort eine „Bezeichnung für eine Person, deren Lebensstil durch geringe Leistungs- und Anpassungsbereitschaft in Schule oder Beruf gekennzeichnet ist.“
ChatGPT nannte hier auch die Begriffe “Müßiggänger” und „Bummelanten“. Zack! Da war das aktuelle „Wort der Woche“ ausgewählt!
