
Bedeutung
- säumig
- schluderig
- nachlässig
- trödelnd oder vertrödelt
- langsam
- zeitvergeudend
Verwendung
- Der Junge erledigte seine Schulaufgaben meist sehr saumselig.
- Sie machte sich recht unbeliebt mit ihrer saumseligen Art.
- Wegen der Saumseligkeit der Mitglieder beim Bezahlen des monatlichen Beitrags musste sich der Verein abmelden.
Herkunft
Das Wort saumselig ist eine Ableitung vom mittelhochdeutschen sūmesal, -seli, -sele (auch schon mit den Bedeutungen langsam und nachlässig), die Saumseligkeit vom neuhochdeutschen Saumsal, das bis in das 18. Jahrhundert genutzt wurde. Die moderneren Wörter Versäumnis und versäumen sind eng verwandt mit saumselig.
Im Übrigen hat der Wortteil selig (von saumselig) nichts mit dem gleichlautenden Wort (selig) zu tun. Die Wortendung -selig ist aus einer sprachlichen Verformung des alten Suffixes -sal enstanden – siehe oben! Ähnliches gilt für “mühselig”, dessen Substantiv noch die alte Endung -sal besitzt: Mühsal!
(Informationen aus: Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache und Deutsches Wörterbuch von Jacob u. Wilhelm Grimm, Stw. „saumselig“ und „selig“)
