Das Wort „schartig“

Schartiger Gebirgsgrat; Foto: Michael Schnell
Schartiger Gebirgsgrat; Foto: Michael Schnell

Bedeutung

  • voller Kerben, Risse, Vertiefungen, Scharten

  • brüchig

  • eingerissen

Verwendung

  • Die Klinge des alten Messers war schartig.

  • In den Bergen sahen wir einen langen, schartigen Grat.

  • Mit dem Beil schlug er das Holz schartig.

  • Seine Stimme klang durch die Erkältung schartig.

Herkunft

  • Etymologisches Wörterbuch des Deutschen:
    Mittelhochdeutsch (ca. 11.–14. Jh.) “scherteht” und frühneuhochdeutsch (ca. 14.–17. Jh.) „schertig“, ”schartig” = ausgebrochen, ausgehauen.
  • Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm:
    Sprichwort aus dem 16./17. Jahrhundert: “Allzuscharf macht schartig.” (Eine zu sehr geschärfte Klinge ist dünn und bricht leicht aus.)

Kommentar

Die Scharte im Gebirge ist wohl den meisten bekannt. Im Bild des letzten Teils dieses Posts ist ein Gebirgsgrat mit vielen Scharten zu sehen. Zumeist erscheint das Adjektiv „schartig“ für eine brüchig gewordene Messerklinge. Wer meine bisherigen „Worte der Woche“ verfolgt hat, weiß, dass ich besonders solche Wörter mag, die auch interessante übertragene Bedeutungen haben bzw. haben können, um auch für anschauliche Beschreibungen abseits des „normalen“ Gebrauchs kreativ nutzbar zu sein.

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