Das Wort „liederlich“

Grafik zum Wort "liederlich"; erstellt mit Mistral Le Chat Pro
Grafik zum Wort „liederlich“; erstellt mit Mistral Le Chat Pro

Bedeutung

unordentlich, nachlässig, aber auch moralisch verwerflich

Verwendung

  • liederliche Person = unordentliche Person
  • liederlicher Lebenswandel = moralisch verwerflicher Lebenswandel
  • liederliche Arbeit = nachlässige Arbeit

Herkunft

Laut dem Grimmschen Wörterbuch:

  • ggf. von althochdeutsch (ca. in den Jahren 750 bis 1050, Frühmittelalter) „hliodar“ oder „liodar“ für „laut“ und „jubelhaft“
  • im Mittelhochdeutschen (1050 bis 1350, Hochmittelalter) nahezu verschwunden
  • später für „fröhlich“ im Gegensatz zu „ernsthaft“
  • frühneuhochdeutsch (1350 bis 1650): Übergang zu eher negativer Bedeutung: “sorglos”, “überlegungslos”, “leichtsinnig” und schließlich “achtlos”, “nachlässig”

(Quelle: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm im Wörterbuchnetz, ein Projekt des Kompetenzzentrums für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften der Universität Trier.)

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