
Bedeutung
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sich wundern
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erstaunt sein
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überrascht sein
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im Schweizerischen auch: neugierig sein
Verwendung
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Es nimmt mich wunder, dass er sich darüber nicht freut.
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Bei dieser Vorgeschichte hat das Geschehen niemanden wundergenommen.
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Das nimmt nicht wunder, warum er so reagiert.
Herkunft
Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm: Das Verb “wundernehmen” war bereits im 11. Jahrhundert gebräuchlich, zunächst mit Genitiv: So nimmt mich einer Sache wunder (…). Im weiteren Verlauf des Mittelhochdeutschen (ca. 11.–14. Jh.) wich das genitivische „es“ einem nominativischem „es“ gewichen: „Es“ oder eine bestimmte Sache nimmt mich wunder. Teilweise wurde statt des reflexiven Akkusativs auch der Dativ genutzt: Es nahm ihm wunder …
Kommentar
„In gehobener Sprache“ steht manchmal dabei, wenn es um das Wort „wundernehmen“ geht. Und ja, in der Tageszeitung findet sich dieses Wort kaum – aber nun hier bei Instagram! Das ist ja auch schon mal nicht schlecht …
Interessanterweise gab es auch andere „wunder…“-Wörter, die, von ähnlicher Bedeutung, nicht in das heutige Deutsch Eingang gefunden haben:
- zum Beispiel „wundergeben“, das von 1600 bis 1800 gebräuchlich war: „das einem wunder solt geben wie sie sich in den rauhen ort alle halten mögen“ (nach Quadt v. Kinckelbach im Jahre 1609),
- oder „wunderhaben“: „dass nit ymand (nicht jemand) wunder habe, lieben frunde (Freunde) Christi, von dem text diszer (dieser) sieben psalmen (nach Martin Luther, 16. Jahrhundert).
